Geschichte, Eintritt, Öffnungszeiten & Besuch
Die Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden gehört zu den eindrucksvollsten Erinnerungsorten der Stadt. Anders als klassische Sehenswürdigkeiten wie der Zwinger oder die Frauenkirche geht es hier nicht um Architektur oder Kunst, sondern um ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte.
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Der Ort dokumentiert politische Verfolgung in der DDR und in der sowjetischen Besatzungszeit. Besonders eindrücklich: Viele Räume sind original erhalten – inklusive Zellen, Verhörzimmer und Haftbereiche.
In diesem ausführlichen Guide erfährst du alles, was du für deinen Besuch wissen musst: Eintrittspreise, Öffnungszeiten, Geschichte, Ablauf und Tipps.
Was ist die Gedenkstätte Bautzner Straße?
Die Gedenkstätte befindet sich auf dem ehemaligen Gelände der Bezirksverwaltung der Staatssicherheit (Stasi) in Dresden. Hier wurden politische Gefangene verhört und inhaftiert.
Besonders wichtig: Es handelt sich um die einzige noch original erhaltene und zugängliche Untersuchungshaftanstalt der Stasi in Sachsen.
Der Ort dient heute als:
- Erinnerungsstätte für Opfer politischer Verfolgung
- Museum mit Dauerausstellung
- Bildungs- und Lernort
Das Ziel ist es, die Geschichte verständlich und nachvollziehbar zu machen – nicht abstrakt, sondern konkret anhand realer Orte und Schicksale.
Geschichte der Gedenkstätte
Sowjetische Besatzungszeit
Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte zunächst der sowjetische Geheimdienst das Gelände als Gefängnis. Viele Gefangene wurden unter schwierigen Bedingungen festgehalten.
Einige wurden später in Arbeitslager (Gulag) deportiert.
DDR und Stasi-Zeit
Später übernahm die Stasi das Gelände. Es wurde zur Untersuchungshaftanstalt der Bezirksverwaltung Dresden.
Hier wurden Menschen inhaftiert, die:
- politisch anders dachten
- Fluchtversuche planten
- kritisch gegenüber dem Staat waren
Die Haftbedingungen waren oft geprägt von Isolation, psychischem Druck und intensiven Verhören.
Nach 1989
Mit dem Ende der DDR wurde das Gelände besetzt und später in eine Gedenkstätte umgewandelt.
Heute steht der Ort für:
- Aufarbeitung der Vergangenheit
- Erinnerung an die Opfer
- politische Bildung
Die Gedenkstätte versteht sich als Ort der Begegnung und des Lernens.
Was sieht man in der Gedenkstätte?
Original Haftanstalt
Das Herzstück ist die original erhaltene Untersuchungshaftanstalt. Hier kannst du sehen:
- Zellen
- Gänge
- Verhörräume
Die Räume sind kaum verändert und wirken deshalb besonders eindrücklich.
Sowjetischer Haftkeller
Ein besonders beklemmender Bereich ist der Haftkeller aus der Zeit der sowjetischen Besatzung.
Hier wird deutlich, unter welchen Bedingungen Gefangene lebten.
Stasi-Büros
Auch Büros der Staatssicherheit sind erhalten geblieben. Hier bekommst du Einblicke in:
- Arbeitsweise der Stasi
- Überwachungssysteme
- Verhörmethoden
Dauerausstellung
Die moderne Ausstellung ergänzt die historischen Räume mit:
- Dokumenten
- Audioaufnahmen
- Zeitzeugenberichten
Das Ziel ist es, die Geschichte verständlich und greifbar zu machen.
Eintrittspreise
Die Preise sind moderat und machen die Gedenkstätte gut zugänglich:
- Erwachsene: ca. 8 €
- Ermäßigt: ca. 5 €
- Kinder und Jugendliche teilweise frei
Besonderheit: Jeden Mittwoch ab dem späten Nachmittag ist der Eintritt kostenlos.
Gruppen über 10 Personen müssen in der Regel eine Führung buchen.
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Öffnungszeiten
Die Gedenkstätte ist fast das ganze Jahr geöffnet:
- Täglich: 10:00 – 18:00 Uhr
Geschlossen ist sie nur an wenigen Tagen:
- 1. Januar
- Ostersonntag
- 24.–26. Dezember
- 31. Dezember
Letzter Einlass ist etwa 30 Minuten vor Schließung.
Führungen – sehr empfehlenswert
Eine Führung macht den Besuch deutlich intensiver.
Typische Angebote:
- öffentliche Führungen (ca. 90 Minuten)
- Themenführungen zur Stasi
- Schul- und Gruppenführungen
Bei Führungen erfährst du konkret:
- wie Verhöre abliefen
- wie Gefangene behandelt wurden
- welche Methoden eingesetzt wurden
Besonders eindrücklich sind Berichte von Zeitzeugen.
Wie lange dauert der Besuch?
Die empfohlene Dauer liegt bei:
- ca. 1,5 Stunden ohne Führung
- ca. 2 Stunden mit Führung
Anfahrt zur Gedenkstätte Bautzner Straße
Adresse
Bautzner Straße 112a
01099 Dresden
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
- Straßenbahn Linie 11 → Haltestelle „Angelikastraße“
- Bus Linien 74 / 261 → Haltestelle „Angelikastraße“
Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß.
Mit dem Auto
Parkplätze direkt an der Gedenkstätte sind begrenzt. Es empfiehlt sich, nahegelegene Parkhäuser zu nutzen.
Für wen ist die Gedenkstätte geeignet?
Sehr geeignet für:
- geschichtsinteressierte Besucher
- Erwachsene und Jugendliche
- Schulklassen
Weniger geeignet für:
- kleine Kinder
- Besucher, die nur „leichte“ Sehenswürdigkeiten suchen
Lohnt sich der Besuch?
Ja – aber auf eine andere Weise als klassische Sehenswürdigkeiten.
Die Gedenkstätte ist:
- nicht unterhaltsam im klassischen Sinne
- sondern lehrreich und eindrücklich
Viele Besucher empfinden den Ort als sehr bewegend.
Kombination mit anderen Sehenswürdigkeiten
Durch die Lage in Dresden kannst du den Besuch gut kombinieren mit:
- Kunsthof Dresden
- Neustadt-Spaziergang
- Elbschlösser Dresden
Tipps für den Besuch
- Führung buchen → deutlich mehr Verständnis
- genügend Zeit einplanen
- ruhige Atmosphäre respektieren
Typische Fehler vermeiden
- zu schnell durchgehen
- ohne Hintergrundwissen besuchen
- emotionalen Charakter unterschätzen
Fazit
Die Gedenkstätte Bautzner Straße ist kein klassisches Touristenziel – aber ein sehr wichtiger Ort in Dresden.
Sie zeigt eindrucksvoll:
- wie politische Verfolgung funktionierte
- wie Menschen darunter litten
- warum Erinnerung wichtig ist
Empfehlung: Wenn du dich für Geschichte interessierst, solltest du diesen Ort unbedingt besuchen.
In der Nähe ist die neue, umstrittene Brücke über die Elbe „Waldschlößchenbrücke“. Auch die bekannten 3 Elbschlösser sind nicht allzu weit entfernt, diese sind 2 weitere Stationen mit der Tram 11 stadtauswärts (Haltestelle Elbschlösser).
FAQ Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden
Was ist die Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden?
Die Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden ist ein Erinnerungsort zur politischen Verfolgung in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR. Sie befindet sich in einer ehemaligen Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit.
Wo befindet sich die Gedenkstätte Bautzner Straße?
Die Gedenkstätte befindet sich in der Bautzner Straße 112a, 01099 Dresden. Sie liegt nordöstlich der Dresdner Altstadt und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Was sieht man in der Gedenkstätte Bautzner Straße?
Besucher sehen unter anderem ehemalige Haftzellen, Verhörräume, Kellerräume, eine Fahrzeugschleuse, Freigangbereiche und Ausstellungen zur politischen Haft in der DDR.
Wie sind die Öffnungszeiten der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden?
Die Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden ist in der Regel täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Der letzte Einlass ist um 17:30 Uhr. Geschlossen ist unter anderem am 1. Januar, Ostersonntag, 24. bis 26. Dezember und 31. Dezember.
Was kostet der Eintritt in die Gedenkstätte Bautzner Straße?
Der Eintritt kostet für Erwachsene 8 Euro. Der ermäßigte Eintritt kostet 5 Euro. Für Gruppen und Führungen gelten gesonderte Preise.
Gibt es Führungen in der Gedenkstätte Bautzner Straße?
Ja, es gibt öffentliche Führungen und Gruppenführungen. Öffentliche Führungen finden freitags um 16:00 Uhr sowie am ersten Sonntag im Monat um 11:00 Uhr statt.
Wie lange dauert ein Besuch der Gedenkstätte Bautzner Straße?
Für einen Besuch der Gedenkstätte Bautzner Straße sollte man etwa 1,5 bis 2 Stunden einplanen. Mit Führung kann der Aufenthalt etwas länger dauern.
Ist die Gedenkstätte Bautzner Straße für Kinder geeignet?
Die Gedenkstätte ist vor allem für ältere Jugendliche und Erwachsene geeignet. Für kleinere Kinder ist das Thema politische Haft und Verfolgung meist schwer verständlich.
Ist die Gedenkstätte Bautzner Straße barrierefrei?
Die Gedenkstätte ist nur teilweise barrierefrei. Einige historische Bereiche wie Keller, Zellen und ältere Gebäudeteile können für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen schwierig zugänglich sein.
Lohnt sich der Besuch der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden?
Ja, der Besuch lohnt sich besonders für alle, die sich für DDR-Geschichte, Stasi, politische Verfolgung und Zeitgeschichte interessieren. Die original erhaltenen Räume machen den Ort besonders eindrücklich.
